REGIE & MUSIK

Das Unterkapitel Regie & Musik untersucht die künstlerische Gestaltungsmacht von Frauen* bei den Salzburger Festspielen: in Regie, Choreographie, Bühnen- und Kostümbild sowie musikalischer Leitung/Dirigat. Es fragt, ab wann Frauen* in diesen Funktionen sichtbar wurden, in welchen Sparten sie Handlungsspielräume erhielten und wo strukturelle Ausschlüsse besonders lange wirksam blieben.

Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede: Choreographinnen waren bereits in den frühen Festspieljahren präsent, etwa im Umfeld von Reinhardts Inszenierungen. Regisseurinnen traten hingegen nur vereinzelt hervor, bevor seit den 1990er Jahren stärkere Öffnungen einsetzten. Bühnen- und Kostümbildnerinnen prägten immer wieder wichtige Produktionen, blieben in der Wahrnehmung jedoch häufig nachgeordnet. Im Dirigat markieren Einsätze von Dirigentinnen lange Ausnahmen. Erst 2020 wurde mit JOANA MALLWITZ erstmals eine Opernserie regulär von einer Frau dirigiert.

© SF, Foto: Stephen Cummiskey