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Wikimedia Commons, CC: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chaya_Czernowin.jpg

CZERNOWIN, CHAYA

aus: Dusman, Linda: Chaya Czernowin: Conversations and Interludes. In: Contemporary Musik Review 34/5 (2015), S. 464-477.

GEBURTSDATUM:7.12.1957 in Haifa, Israel
FUNKTION(EN) BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN: Komponistin
JAHR(E) DER TÄTIGKEIT BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN2005, 2006, 2013
GND1372183493

Chaya Czernowin ist eine israelische Komponistin.

Sie erhielt ihre Ausbildung bei Abel Ehrlich und Yitzhak Sadai und setzte ab 1982 mit einem DAAD-Stipendium in Berlin bei Dieter Schnebel und ab 1986 in den USA am Bard College in New York ihr Studium fort. Czernowin wurde bei Roger Reynolds an der University of California San Diego promoviert. 
Sie erhielt sie zahlreiche Stipendien, u. a. das Stipendium der Akademie Schloss Solitude in Deutschland, das Asahi-Shimbun-Stipendium in Japan sowie ein Arbeitsstipendium am Institut de recherche et coordination acoustique/musique (IRCAM) in Paris.
1992 erschien ihr Werk Dam Sheon Hachol – Das Stundenglas rinnt noch für Streichsextett. Ab 1997 lehrte sie als Professorin für Komposition an der University of California San Diego und leitete ab 2003 zusätzlich die „Internationale Sommerakademie für junge Komponisten“ an der Akademie Schloss Solitude.
Ab 2006 wurde Czernowin an die mdw in Wien berufen, wo sie bis 2009 als Professorin für Komposition tätig war. 2009 trat sie eine Professur im gleichen Fach an der Harvard University an.
Ihre Kompositionen werden international aufgeführt, etwa im Wiener Musikverein, beim Luzern-Festival in Luzern, beim Time Spans Festival in New York City oder dem Brisbane Music Festival in Brisbane, Australien.
Seit 2017 ist Czernowin Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, etwa 2000 mit dem Bayerischen Theaterpreis, 2003 mit dem Förderpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung sowie 2022 mit dem Musikautor*innenpreis der GEMA in der Kategorie Komposition Musiktheater.

Bei den Salzburger Festspielen war Chaya Czernowin in den Jahren 2005, 2006 und 2013 als Komponistin vertreten. In den Jahren 2005 und 2006 war sie Artist in Residence in Salzburg. 
2006 wurde das Auftragswerk Adama im Rahmen des Programmes Mozart 22 im „Mozartjahr“ zur Uraufführung gebracht. Dabei handelt es sich um eine Reaktion auf Mozarts fragmentgebliebenes Singspiel Zaïde und wurde mit diesem gemeinsam gezeigt .

2005

18.8.

Passagen Opening (Konzert)

Chaya Czernowin: Winter Songs I: pending light; Winter Songs III: Roots für Live-Elektronik und Ensemble (Österreichische Erstaufführungen); Six Miniatures and a Simultaneous Song für hohe Frauenstimme und Ensemble Streichquartett (Österreichische Erstaufführung); The Big Picture für Klavier (Österreichische Erstaufführung); Excavated Dialogues für Ensemble (Uraufführung der Neufassung) 
Musikalische Leitung: Johannes Kalitzke 
Österreichisches Ensemble für Neue Musik OENM
Veranstaltungsort: SZENE Salzburg 

21.8.

Heftige Landschaften (Konzert)
Chaya Czernowin: Maim; Maim zarim maim gnuvim (strange water stolen water),
Mei Mecha’a (water of dissent) – Fragment (Uraufführung) 
Philipp Maintz; Charles Ives
Musikalische Leitung: Lothar Zagrosek 
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
Veranstaltungsort: Felsenreitschule 

22.8.
Philharmonie der Nationen (Konzert)
Chaya Czernowin: Amber für großes Orchester (österreichische Erstaufführung) Ludwig van Beethoven, Dmitri Schostakowitsch 
Musikalische Leitung: Justus Frantz 
Philharmonie der Nationen
Veranstaltungsort: Felsenreitschule 

2006
17.-20.8.
Chaya Czernowin/Wolfgang Amadeus Mozart: Zaide · Adama (Oper,
Auftragswerk der Salzburger Festspiele)
Inszenierung: Claus Guth (Uraufführung)
Musikalische Leitung: Ivor Bolton, Johannes Kalizke 
Mozarteumorchester Salzburg, Österreichisches Ensemble für neue Musik OENM
Veranstaltungsort: Landestheater
Premiere: 17.8., 3 Vorstellungen 

2013
24.8.
West-Eastern Divan Orchestra (Konzert)
Chaya Czernowin: At the Fringe of Our Gaze (österreichische Erstaufführung)
Guiseppe Verdi, Saed Haddad, Richard Wagner 
Musikalische Leitung: Daniel Barenboim 
West-Eastern Divan Orchestra Veranstaltungsort: Großes Festspielhaus