MÄNNER-MYTHEN

Das Unterkapitel Männer-Mythen untersucht die Salzburger Festspiele als Ort, an dem männlich geprägte Gründungs-, Genie- und Identitätserzählungen erzeugt, tradiert und legitimiert wurden. Im Zentrum steht die Frage, wie sich antifeministische Ideologien von der Gründungszeit bis in gegenwärtige Selbstbilder, Repertoires, Leitungsstrukturen und Rezeptionsweisen einschreiben.

Ausgehend von der Erzählung der „Gründerväter“ wird sichtbar, wie weibliche Akteurinnen und ihre Beiträge zur Festspielgeschichte marginalisiert oder aus den zentralen Narrativen verdrängt wurden. Zugleich fragt das Kapitel nach jenen kulturellen Ordnungen, in denen Kunst, Tradition, nationale Repräsentation und männliche Autorität miteinander verbunden erscheinen.