ELFRIEDE JELINEK & SALZBURGER FESTSPIELE
„Die Existenz zeitgenössischer Literatur wurde hier immer nur behauptet. Sie war in Salzburg immer nur das, was die Festspiele selbst für die Gesellschaft sind: Schmuck. Heuer soll das Salzburger Publikum einmal wirklich zeitgenössische Literatur bekommen […].“
Elfriede Jelinek in: Reiter, Wolfgang: „Wir sind beide Vampire“. In: profil, 3.8.1998.
Der Bereich Elfriede Jelinek & Salzburger Festspiele untersucht eine zentrale Zäsur in der Auseinandersetzung der Festspiele mit Gender, Macht und politischer Kunst. Im Mittelpunkt steht der Schwerpunkt Dichterin zu Gast ’98. Elfriede Jelinek, in dem erstmals eine dezidiert feministische, gesellschaftskritische und politisch exponierte Autorin in größerem Umfang bei den Salzburger Festspielen präsent war. Der Schwerpunkt wurde zu einem Konfliktfeld: Er löste Angriffe und Skandalisierungen durch Entscheidungsträger*innen, Kirche, Medien und Öffentlichkeit aus und machte sichtbar, wo die Grenzen, Tabus und Möglichkeiten der Festspiele lagen.
Das Kapitel verfolgt darüber hinaus Jelineks weitere Präsenz bei den Festspielen, etwa mit Macht nichts, Das Werk und Die Kinder der Toten, sowie die Uraufführung des Stücks Unter Tieren 2026.








