WERKE

Das Unterkapitel Werke untersucht die Präsenz von Autorinnen und Komponistinnen in der Programmgeschichte der Salzburger Festspiele. Im Zentrum steht die Frage, ab wann und in welchen Sparten Werke von Frauen* aufgeführt, uraufgeführt oder programmatisch hervorgehoben wurden, in Oper, Schauspiel und Konzert ebenso wie in Schwerpunktsetzungen.

Dabei werden frühe Einzelereignisse, späte Durchbrüche und anhaltende Leerstellen gleichermaßen sichtbar: von der ersten nachweisbaren Aufführung einer Komposition einer Frau* über Uraufführungen wie Elfriede Jelineks er nicht als er und Kaija Saariahos Oper L’Amour de loin bis zu späteren Werken und Schwerpunkten von bzw. zu Komponistinnen und Autorinnen. Zugleich fragt das Kapitel danach, welche Werke von Frauen* nicht oder erst spät in den Spielplänen vorkamen.

Neben der quantitativen Auswertung richtet sich der Blick auf ästhetische und inhaltliche Analysen: Welche Frauen- und Genderbilder entwerfen die aufgeführten Werke? Wo werden tradierte Geschlechterordnungen bestätigt, wo befragt oder dekonstruiert? Werke verbindet damit Repertoiregeschichte, Uraufführungsstatistik und exemplarische Einzelanalysen.

© SF, Foto: Ruth Walz

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