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GUBAIDULINA, SOFIA

Bild: Wikimedia Commons; CC: Tatarstan.ru 

GEBURTSDATUM:24.10.1931 in Tschistopol, Russland
STERBEDATUM13.3.2025 in Appen, Deutschland
FUNKTION(EN) BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN: Komponistin
JAHR(E) DER TÄTIGKEIT BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN:1993, 1997, 2002, 2005, 2019, 2023, 2024
GND:119073927

Sofia Asgatowna Gubaidulina war eine russisch-tatarische Komponistin.

Gubaidulina wuchs in Kasan auf. Sie studierte Komposition und Klavier am Konservatorium von Kasan und am Moskauer Konservatorium, sie erhielt das Stalin-Stipendium. Ab 1963 war sie als freischaffende Komponistin tätig. In der Sowjetunion wurden Aufführungen ihrer Kompositionen zeitweise verboten.

In den 1970er Jahren gründete sie mit Viktor Suslin und Wjatscheslaw Artjomow das Ensemble Astreja, das für die Interpretation russischer Volksmusik bekannt wurde. Ab den 1980er Jahren erlangte Gubaidulina internationale Bekanntheit. 1992 zog sie nach Appen in Deutschland.

Gubaidulina wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz Deutschlands (2002 und 2009), dem russischen Orden der Freundschaft (2010) sowie dem Deutschen Musikautor*innenpreis für ihr Lebenswerk (2017).

Sie war Mitglied der Jury zur Verleihung des Lenin-Preises und wurde 2013 zum Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences berufen. Außerdem hatte sie Ehrenprofessuren an den Konservatorien in Kasan, Peking und Tianjin inne.

Kompositionen von Sofia Gubaidulina werden seit 1993 bei den Salzburger Festspielen aufgeführt.

1993

11.8. 

Konzert

Sofia Gubadiulina: Garten von Freuden und Traurigkeiten für Flöte, Viola, Harfe und mit gesprochenem Text ad libitum Sieben Worte für Violoncello, Bajan und Streicher

Musikalische Leitung: Siegmund Weinmeister

Veranstaltungsort: Stiftung Mozarteum – Großer Saal

1997

12.8.

Konzert 

Sofia Gubaidulina: Garten der Freude und Traurigkeiten Version für Violine, Viola und Harfe, Arvo Pärt, Franz Schubert, György Kurtág

Veranstaltungsort: Stiftung Mozarteum – Großer Saal

2002

29.7. 

Konzert 

Sofia Gubaidulina: Freue Dich! Sonate für Violine und Violoncello, Johann Sebastian Bach, Astor Piazzolla, Maurice Ravel, Pēteris Vasks

Veranstaltungsort: Stiftung Mozarteum – Großer Saal

2005

29.7. 

Kremerata Baltica II (Konzert) 

Sofia Gubaidulina: Impromptu für Violine, Flöte und Streichorchester, Leonid Desyatnikov, Franz Schubert

Musikalische Leitung: Gidon Kremer

Kremerata Baltica

Veranstaltungsort: Stiftung Mozarteum – Großer Saal

2019

25.7. 

Konzert 

Sofia Gubaidulina: Sieben Worte für Violoncello, Bajan und Streicher, Pascal Dusapin

Musikalische Leitung: Laurence Equilbey 

Camerata Salzburg

Veranstaltungsort: Kollegienkirche

2023

20. und 21.7.

Konzert 

Sofia Gubaidulina: Sonnengesang für Violoncello, Chor und Schlagzeug, Heinrich Schütz 

Musikalische Leitung: Grant Gershon 

Julia Hagen (Cello), Christoph Sietzen, Bogdan Bacanu (Schlagwerk)

Veranstaltungsort: Kollegienkirche, 2 Vorstellungen 

22.7.

Konzert 

Sofia Gubaidulina: Meditation über den Choral „Vor deinen Thron tret’ ich hiermit“ für Kammerensemble

Gérard Grisey, Sofia Gubaidulina, Giacinto Scelsi

Musikalische Leitung: Ilan Volkov

Klangforum Wien 

Veranstaltungsort: Kollegienkirche

2024

20.7. 

Konzert

Sofia Gubaidulina: Et exspecto — Sonate für Bajan solo, Karl Amadeus Hartmann, Arvo Pärt 

Musikalische Leitung: Patricia Kopatchinskaja, Peter Dijkstra (Pärt)

Camerata Salzburg 

Veranstaltungsort: Kollegienkirche