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FRISCHMUTH, BARBARA

GEBURTSDATUM:5.7.1941 in Altaussee, Österreich
STERBEDATUM:30.3.2025 in Altaussee, Österreich
FUNKTION(EN) BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN: Eröffnungsrednerin, Autorin
JAHR(E) DER TÄTIGKEIT BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN:1999, 2010
GND:118693727

Barbara Frischmuth (5.7.1941, Altaussee – † 30.3.2025, Altaussee) war eine österreichische Schriftstellerin und Übersetzerin.
Sie wuchs in Altaussee und Graz auf. Nach einem Studium der Sprachen Türkisch, Englisch und Ungarisch am Dolmetsch-Institut der Karl-Franzens-Universität in Graz übersiedelte Frischmuth 1964 nach Wien, wo sie als Schriftstellerin und Übersetzerin arbeitete. Zu ihren literarischen Arbeiten zählen Übersetzungen von Texten aus dem Ungarischen, Kinder- und Jugendbücher, Theaterstücke, Erzählungen und Romane, darunter Die Klosterschule (1968), Die Mystfikationen der Sophie Silber (1976), Die Schrift des Freundes (1998) und Woher wir kommen (2012).
Bei den Salzburger Festspielen hielt Frischmuth 1999 die Eröffnungsrede.
Frischmuth wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Literaturpreis des Landes Steiermark und dem Literaturpreis der Stadt Wien, mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis und dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse.
Seit 1999 lebte Frischmuth wieder in Altaussee, wo sie am 30.3.2025 verstarb.

Barbara Frischmuth war Eröffnungsrednerin der Salzburger Festspiele 1999. Sie war die zweite Frau*, die die Eröffnungsrede bei den Festspielen hielt. Ihre Rede trug den Titel Das Heimliche und das Unheimliche. Von den Asylanten der Literatur. und setzt sich mit der vermittelnden Rolle von Schriftsteller*innen zwischen Sprachen, Gesellschaften und Ideen auseinander. Frischmuth appellierte darin für Toleranz und Verständnis zwischen Kulturen, Literaturen und Religionen.
2010 war Frischmuth als Autorin zu Gast bei den Festspiel-Dialogen, ein die Salzburger Festspiele begleitendes Dialogforum von 1994-2014. Die Festspiel-Dialoge 2010 widmeten sich dem Thema Das Frauenbild im Spiegel der Salzburger Festspiele. In ihrer Rede Die Frau im Spiegel der Kunst befasste sich Frischmuth mit den Repräsentationen des Weiblichen in der Kunst.

  • Frischmuth, Barbara (1968): Die Klosterschule. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag.
  • Frischmuth, Barbara (1976): Die Mystifikationen der Sophie Silber. Salzburg, Wien: Residenz Verlag.
  • Frischmuth, Barbara (1998): Die Schrift des Freundes. Salzburg, Wien: Residenz Verlag.
  • Frischmuth, Barbara (2012): Woher wir kommen. Berlin: Aufbau Verlag.