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ADLER, AUGUSTE „GUSTI“

aus: Adler, Gusti: …aber vergessen Sie nicht die chinesischen Nachtigallen. Erinnerungen an Max Reinhardt. München: Hanser 1980, S. 98.

GEBURTSDATUM:17.1.1890 in Brixen, Italien
STERBEDATUM:24.2.1985 in Los Angeles, USA
FUNKTION(EN) BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN: Privatsekretärin Max Reinhardts
JAHR(E) DER TÄTIGKEIT BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN:1919-39
GND:171957261

Auguste „Gusti“ Adler war Journalistin, Sekretärin und Schriftstellerin. 

Nach einer Ausbildung zunächst in Bildhauerei und später in Malerei bei Richard Kaufungen in Wien begann Adler journalistisch zu arbeiten. Sie schrieb u.a. für das Wiener Fremdenblatt, später auch für die Berliner Zeitung Vossisches Tageblatt und das Prager Tageblatt Feuilletonartikel, Theaterkritiken und Kulturberichte – teils unter den männlichen bzw. geschlechtsneutralen Pseudonymen Christoph Brandt oder Aug. Adler.

Zu den Salzburger Festspielen kam Adler 1919 durch Vermittlung von Helene Thimig. In der Folge arbeitete sie als Privatsekretärin von Max Reinhardt.

1939 emigrierte sie mit ihrer Mutter – Reinhardt und Thimig folgend – in die USA, wo sie zunächst wieder regulär, später ehrenamtlich als seine Sekretärin tätig war.

Nach Reinhardts Tod 1943 lebte Adler in Los Angeles und arbeitete an der Aufarbeitung seines Nachlasses. Auf der Grundlage von Briefen, Notizen, Reden und persönlichen Erinnerungen veröffentlichte sie zwei Biografien über Reinhardt: Max Reinhardt: sein Leben (1964) und …aber vergessen Sie nicht die chinesischen Nachtigallen(1980).

Bis zu ihrem 80. Lebensjahr war Adler in der Dokumentationsabteilung von Warner Brothers tätig.

Als Privatsekretärin Max Reinhardts zählten zu Adlers Aufgaben Korrespondenzen, Terminorganisation, Verhandlungen mit der Festspielhausgemeinde, Betreuung von Schloss Leopoldskron sowie die Dokumentation von Reinhardts Anweisungen bei Proben sowie die Anwesenheit dabei.

  • Adler, Gusti: Max Reinhardt. Sein Leben. Salzburg: Festungsverlag 1964.
  • Adler, Gusti: …aber vergessen Sie nicht die chinesischen Nachtigallen. Erinnerungen an Max Reinhardt. München: Hanser 1980.
  • Fiedler, Leonhard: Nachwort. In: Adler, Gusti:…aber vergessen Sie nicht die chinesischen Nachtigallen. Erinnerungen an Max Reinhardt. München: Langen Müller 1980, S. 390-398.
  • Hoffmann, Robert: Festspiele in Salzburg. Quellen und Materialien zur Gründungsgeschichte. Bd. 1: 1913-1920. Wien: Böhlau Verlag 2020.
  • Hoffmann, Robert: Nur „Gründungsväter“ und keine „Gründungsmütter“? Wo waren die Frauen bei der Gründung der Salzburger Festspiele? In: Janke, Pia (Hg.): JederMann – Keine Frau?. Wien: Praesens Verlag 2024 (= DISKURSE.KONTEXTE.IMPULSE 27), S. 58-73.
  • Kammerling, Geo: Die Privatsekretärin. Karrieren hinter Schreibmaschinen. – Das Tippfräulein im Film – und in der Wirklichkeit. In: Neues Wiener Journal, 16.2.1936.
  • N. N.: Adler Gustihttp://biografia.sabiado.at/adler-gusti/ (5.1.2026).
  • Thimig-Reinhardt, Helene: Wie Max Reinhardt lebte. …eine Handbreit über dem Boden. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag 1975.
  • Wienbibliothek im Rathaus: Teilnachlass Max Reinhardt.https://www.wienbibliothek.at/besuchen-entdecken/blog/neuerwerbung/teilnachlass-max-reinhardt (5.1.2026).