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ADLER, AUGUSTE „GUSTI“

aus: Geo Kammerling (1936): Die Privatsekretärin. Karrieren hinter Schreibmaschen. – Das Tippfräulein im Film – und in der Wirklichkeit. In: Neues Wiener Journal, 16.2.1936, S. 12.

GEBURTSDATUM:17.1.1890 in Brixen, Italien
STERBEDATUM:24.2.1985 in Los Angeles, USA
FUNKTION(EN) BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN: Privatsekretärin Max Reinhardts
JAHR(E) DER TÄTIGKEIT BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN:1919-39
GND:171957261

Auguste „Gusti“ Adler (17.1.1890, Brixen – † 24.2.1985, Los Angeles) war Journalistin, Sekretärin und Sachschriftstellerin.

Nach einer Ausbildung in Bildhauerei und Malerei schrieb Adler Feuilletonartikel, Theaterkritiken und Kulturberichte für Zeitungen in Wien und Berlin, teils unter dem Pseudonym Christoph Brandt.

Zu den Salzburger Festspielen kam sie 1919 durch Helene Thimig. Ab 1919 arbeitete sie für die Salzburger Festspiele als Privatsekretärin von Max Reinhardt.

1939 emigrierte sie mit Reinhardt in die USA. Nach Reinhardts Tod 1943 lebte sie in Los Angeles und arbeitete an der Aufarbeitung dessen Nachlass. Anhand von Briefen, Notizen, Reden und persönlichen Erinnerungen veröffentlichte sie zwei Biographien über Reinhardt: Max Reinhardt: sein Leben (1964) und …aber vergessen Sie nicht die chinesischen Nachtigallen (1980).

Bis ins 80. Lebensjahr war Adler in der Dokumentationsabteilung von Warner Brothers tätig.

Gusti Adler war von 1919-39 Privatsekretärin von Max Reinhardt. Zu ihren Aufgaben zählten Korrespondenz, Terminorganisation, Verhandlungen mit der Festspielhausgemeinde, Betreuung von Schloss Leopoldskron sowie die Anwesenheit und Dokumentation Reinhardts Anweisungen und Bemerkungen bei Proben.

  • Adler, Gusti (1964): Max Reinhardt. Sein Leben. Salzburg: Festungsverlag.
  • Adler, Gusti (1980): …aber vergessen Sie nicht die chinesischen Nachtigallen. Erinnerungen an Max Reinhardt. München: Hanser.
  • biografiA: Adler Gusti. http://biografia.sabiado.at/adler-gusti/ (29.7.2025).
  • Fiedler, Leonhard: Nachwort. In: Adler, Gusti: …aber vergessen Sie nicht die chinesischen Nachtigallen. Erinnerungen an Max Reinhardt. München: Langen Müller 1980, S. 390-398.
  • Hoffmann, Robert (2024): Nur „Gründungsväter“ und keine „Gründungsmütter“? Wo waren die Frauen bei der Gründung der Salzburger Festspiele? In: Janke, Pia (Hg.): JederMann – Keine Frau?. Bd. 27: Diskurse.Kontexte.Impulse. Wien: Praesens Verlag, S. 58-73.
  • Kammerling, Geo (1936): Die Privatsekretärin. Karrieren hinter Schreibmaschen. – Das Tippfräulein im Film – und in der Wirklichkeit. In: Neues Wiener Journal, 16.2.1936.
  • Thimig-Reinhardt, Helene (1975): Wie Max Reinhardt lebte. …eine Handbreit über dem Boden. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag.
  • Wienbibliothek im Rathaus: Teilnachlass Max Reinhardt. https://www.wienbibliothek.at/besuchen-entdecken/blog/neuerwerbung/teilnachlass-max-reinhardt (29.7.2025).
  • Hoffmann, Robert (2020): Festspiele in Salzburg. Quellen und Materialien zur Gründungsgeschichte. Bd. 1: 1913-1920. Wien: Böhlau Verlag.