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GUTHEIL-SCHODER, MARIE

Bild: Wikimedia Commons CC

GEBURTSDATUM:10.2.1874 in Weimar, Deutschland
STERBEDATUM4.10.1935 in Ilmenau, Deutschland
FUNKTION(EN) BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN: Regisseurin
JAHR(E) DER TÄTIGKEIT BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN:1926, 1930
GND:116932449

Marie Gutheil-Schoder war eine deutsche Sängerin und Regisseurin.

Sie erhielt ab dem Alter von sechs Jahren privaten Musik- und Gesangsunterricht und besuchte die großherzogliche Musikschule in Weimar. Von 1891 bis 1900 war sie Mitglied der Weimarer Hofoper, wo Richard Strauss auf sie aufmerksam wurde, der sie anschließend förderte. Dort Debütierte sie auch 1891 in Goethes Faustin der Rolle des Erzengels Gabiel. 

1899 heirate sie Gustav Gutheil, der als Kapellmeister am Hoftheater beschäftigt war.

Auf Einladung von Gustav Mahler wurde sie 1900 Mitglied der Wiener Hofoper, der sie bis 1933 angehörte. Ihr Debut an der Staatsoper hatte sie 1900 in der Rolle der Nedda im Bajazzo von Ruggero Leoncavallo.

Obwohl sie vor allem durch ihre Mozart-Interpretationen gefeiert wurde, galt ihr besonderes Interesse auch der zeitgenössischen Musik, insbesondere den Werken von Arnold Schönberg und Richard Strauss.

1925 wurde sie Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper.

Ab 1926 war Gutheil-Schoder als Gesangslehrerin am Mozarteum Salzburg und als Opernregisseurin tätig.

Marie Gutheil-Schoder war 1926 die erste Regisseurin bei den Salzburger Festspielen. 1930 war sie erneut als Regisseurin bei den Salzburger Festspielen tätig.

1926
Wolfgang Amadeus Mozart: Don Juan (Oper)
Inszenierung: Marie Gutheil-Schoder
Dirigent: Franz Schalk
Veranstaltungsort: Stadttheater Anzahl der Vorstellungen: 2

1930
Christoph Willibald Gluck: Iphigenie in Aulis (Oper)
Inszenierung: Marie Gutheil-Schoder
Dirigent: Bruno Walter
Veranstaltungsort: Festspielhaus
Anzahl der Vorstellungen: 2

  • 1926
  • 10.-22.8.
  • Wolfgang Amadeus Mozart: Don Giovani
  • Inszenierung: Marie Gutheil-Schoder (Neuinszenierung)
  • Musikalische Leitung: Franz Schalk
  • Veranstaltungsort: Stadttheater
  • Premiere 1.8., 2 Vorstellungen 
  • 1930
  • 20.-25.8.
  • Christoph Willibald Gluck: Iphigenie in Aulis
  • Inszenierung: Marie Gutheil-Schoder (Neuinszenierung)
  • Musikalische Leitung: Bruno Walter
  • Veranstaltungsort: Festspielhaus
  • Premiere: 20.8., 2 Vorstellungen 
  • Quelle: Spielplanarchiv der Salzburger Festspielehttps://www.salzburgerfestspiele.at/festspielarchiv (21.8.2025).
  • Quellen und Sekundärliteratur
  • N. N.: Gutheil-Schoder, Mariehttp://biografia.sabiado.at/gutheil-schoder-marie/ (22.8.2025).
  • Gudesblatt, Melanie: „Origins of a ‚Menschendarstellerin‘: Characterization and Operatic Performance in ‚Fin-de-siècle‘ Wien“. In: Journal of the Royal Musical Association 144, 1 (2019), S. 55-82.
  • Harten, Uwe: Gutheil-Schoder, Mariehttps://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_G/Gutheil-Schoder_Marie.xml(22.8.2025), datiert mit 5.4.2023.
  • N. N.: Gutheil-Schoder, Mariehttps://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_G/Gutheil-Schoder_Marie_1874_1935.xml (22.8.2025).
  • N. N.: Gutheil-Schoder, Mariehttps://www.bmlo.lmu.de/g1149 (22.8.2025), datiert mit 21.3.2019.
  • Schmidinger, Iris / Schweiger, Anna: Pionierinnen, Führungspositionen oder Leerstellen? Regisseurinnen, Dirigentinnen, Choreographinnen bei den Salzburger Festspielen. In: Janke, Pia (Hg.): JederMann – Keine Frau?. Wien: Praesens Verlag 2024 (= DISKURSE.KONTEXTE.IMPULSE 27), S. 243-253.

Briefe, Audio- und Bildmaterialien von Marie Gutheil-Schoder sind zu finden in:

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