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FRISCHMUTH, BARBARA

Bild: Wikimedia Commons; CC: Franz Johann Morgenbesser 

GEBURTSDATUM:5.7.1941 in Altaussee, Österreich
STERBEDATUM 30.3.2025 in Altaussee, Österreich
FUNKTION(EN) BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN: Eröffnungsrednerin, Autorin
JAHR(E) DER TÄTIGKEIT BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN:1999, 2010
GND:1118693727

Barbara Frischmuth war eine österreichische Schriftstellerin und Übersetzerin. 

Sie wuchs in Altaussee und Graz auf. Nach der Matura absolvierte sie am Dolmetsch-Institut der Karl-Franzens-Universität Graz ein Studium der Sprachen Türkisch, Englisch und Ungarisch, das sie 1963 mit dem Dolmetsch-Diplom für Türkisch sowie 1964 als akademisch geprüfte Übersetzerin für Ungarisch abschloss. Im Rahmen dieses Studiums verbrachte sie mit einem Stipendium von 1960-61 einen Auslandsaufenthalt an der Atatürk-Universität in Erzurum.

1964 übersiedelte sie nach Wien, um dort Iranistik, Turkologie und Islamkunde zu studieren, brach dieses Studium jedoch 1966 ab. Anschließend war sie hauptberuflich als Schriftstellerin und Übersetzerin tätig. 

Zu ihren literarischen Arbeiten zählen Übersetzungen aus dem Ungarischen, Kinder- und Jugendbücher, Theaterstücke, Erzählungen und Romane, darunter Die Klosterschule (1968), Die Mystifikationen der Sophie Silber (1976), Die Schrift des Freundes (1998), Woher wir kommen (2012) sowie Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter (2025).

Frischmuth wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Literaturpreis des Landes Steiermark, dem Literaturpreis der Stadt Wien, dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis sowie dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.

Seit 1999 lebte Frischmuth wieder in Altaussee, wo sie auch verstarb.

Barbara Frischmuth war 1999 die Eröffnungsrednerin der Salzburger Festspiele. Ihre Rede trug den Titel Das Heimliche und das Unheimliche. Von den Asylanten der Literatur und setzte sich mit der vermittelnden Rolle von Schriftsteller*innen zwischen Sprachen, Gesellschaften und Ideen auseinander. Frischmuth appellierte an Toleranz und Verständnis zwischen Kulturen, Literaturen und Religionen.

2010 war Frischmuth als Autorin zu Gast bei den Festspiel-Dialogen, einem die Salzburger Festspiele begleitenden Dialogforum (1994-2014). Die Festspiel-Dialoge 2010 widmeten sich dem Thema Das Frauenbild im Spiegel der Salzburger Festspiele. In ihrer Rede Die Frau im Spiegel der Kunst befasste sich Frischmuth mit den Repräsentationen von Frauen* in der Kunst.