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CHRUSCHTSCHOWA, NINA

Bild: Wikimedia Commons; CC: Center for the Study of Europe Boston University 

GEBURTSDATUM:1.8.1962 in Moskau, Russland
FUNKTION(EN) BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN: Eröffnungsrednerin 2024
JAHR(E) DER TÄTIGKEIT BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN:2024
GND:1057700746

Nina Chruschtschowa ist eine russisch-US-amerikanische Politikwissenschaftlerin, Publizistin und Expertin für die jüngere russische Geschichte und die Politik des postsowjetischen Raums. 

Chruschtschowa ist die Urenkelin des sowjetischen Politikers Nikita Chruschtschow. Sie studierte Russistik an der Lomonossow-Universität Moskau. 1998 wurde sie an der Princeton University im Fach Komparatistik promoviert. Anschließend war sie als Assistenzprofessorin an der Columbia University tätig und arbeitete ab 2004 als Redakteurin an der NYU School of Law.

Sie lebt in New York und ist Professorin für Internationale Beziehungen an der New School. Sie arbeitet sie als Redakteurin und Autorin für Project Syndicate: Association of Newspapers Around the World und veröffentlicht regelmäßig Beiträge in internationalen Medien, u.a. in Foreign AffairsThe New York TimesThe Wall Street Journal und The Financial Times.

Nina Chruschtschowa hielt 2024 die Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele. In ihrer Ansprache thematisierte sie die Rolle der Kunst in Zeiten politischer Spannungen, insbesondere vor dem Hintergrund von Krieg und globalen Krisen. Sie plädierte dafür, russische Kunst nicht pauschal abzulehnen oder mit dem Regime Wladimir Putins bzw. dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gleichzusetzen.

In der medialen Rezeption wurde daraufhin u.a. kritisiert, dass Chruschtschowa die gezielte Zerstörung ukrainischer Kultur durch Russland nicht thematisierte, ihre Verteidigung der russischer Kultur wurde vor diesem Hintergrund als unzureichend, problematisch bzw. naiv bewertet.

  • Chruschtschowa, Nina: Salzburger Festspiele: Die Festrede von Nina Chruschtschowa im Wortlaut. 26.7.2024. Übers. von Sylvia Zirden. https://www.sn.at/festspiele/salzburger-festspiele/salzburger-festspiele-die-festrede-nina-chruschtschowa-162422599 (13.3.2026), datiert mit 26.7.2024.
  • Chruschtschowa, Nina: „Die Welt wird durch Schönheit gerettet werden“. In: Süddeutsche Zeitung, 26.7.2024.
  • Khrushcheva, Nina: The Symbolic Art of Dickens and Gogol. Diss. New Jersey 1998.
  • Khrushcheva, Nina: Imagining Nabokov: Russia between Art and Politics. New Haven: Yale University Press 2007.
  • Khrushcheva, Nina / Tayler, Jeffrey: In Putin’s Footsteps: Searching for the Soul of an Empire across Russia’s Eleven Time Zones. New York: St. Martin’s Press 2019.